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Sportunterricht mal anders

Seminarkurs "Ausdauer" der TGU 12 der Oscar-Walcker-Schule reist ans Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Bild: von links: Jacob Dodillet, Gabriela Kristo, Alisia Fink, Pascal Olma, Delila Hafizovic, Daniel Schweinle. Mitte vorne: Sarah Guttroff

Was machen Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses „Ausdauer“, wenn sie nicht um maximale Trainingsergebnisse während des Sportunterrichts kämpfen? Sie kommen natürlichen Abläufen des Körpers auf wissenschaftliche Art und Weise auf die Spur.

So besuchten die SchülerInnen am 13.10.2015 mit ihrer Sportlehrerin Frau Storzer- Aschenbrücker das KIT in Karlsruhe, um an einem Seminar „Ausdauerdiagnostik Schwerpunkt Laktat“ teilzunehmen.

„School goes Biomotion“ bietet für Schulklassen der gymnasialen Oberstufe kombinierte Theorie- und Praxiseinheiten an. Hierbei sollen die SchülerInnen aktiv die Beziehung zwischen Theorie und Praxis kennenlernen und Einblicke in sportwissenschaftliche Arbeitsweisen mit modernsten Messapparaturen erhalten. Die SchülerInnen starteten ihre Exkursion vor Ort mit deftiger Currywurst in verschiedenen Schärfegraden und belgischen Pommes, um eine solide Grundlage für das bevorstehende Seminar und den Praxistest zu schaffen.

Nach Besichtigung des Gebäudes und einem Vortrag über Stoffwechselvorgänge, Energiebereitstellung und die „Arbeit“ der menschlichen Muskeln konnten die SchülerInnen Fragen stellen und Laktat-Kurven interpretieren. Soweit also die Theorie.

Den Höhepunkt stellte jedoch ein lebensnaher Laktat-Stufentest am Laufband dar, für den sich der Schüler Jacob Dodillet zur Verfügung stellte. Der Test läuft nach dem 6-2-3-Prinzip ab. Das heißt, die Versuchsperson startet mit dem Laufen bei 6 km/h und hält das Tempo für drei Minuten. Danach wird der Person ein wenig Blut am Ohrläppchen entnommen, ihre Herzfrequenz ermittelt und die Geschwindigkeit um 2 km/h erhöht. Im weiteren Verlauf läuft der Proband weitere drei Minuten bei 8 km/h und so weiter.

Bis zum vollen Ablauf der 3 Minuten bei 14 km/h, also ziemlich lange, hat Jacob unter hoher Belastung durchgehalten. Nach der Bestimmung der Laktatwerte und der Auswertung der jeweiligen Herzfrequenzen konnten die SchülerInnen ableiten, dass Jacobs Laktatwert zwar sehr schnell gestiegen ist, seine Muskeln jedoch eine hohe Säurekonzentration tolerieren können und er ziemlich gut darin trainiert ist, schnell viel Leistung zu bringen.

Mit handfesten Ergebnissen und neuen, sehr aufschlussreichen Ergebnissen aus der aktuellen Sportmedizin ging ein informativer und spannender Exkursionstag für die SchülerInnen zu Ende.