• OSCAR WALCKER SCHULE

    Mein Maßstab für berufliche Bildung

Jahrgangsbeste Azubis – TEIL 2

Die OWS spricht im Interview mit zwei „Oscar-Gewinnern“ und Kammersiegern über Ausbildung und ihr persönliches Erfolgsrezept

Kammersieger und Gewinner des Bildungs-"Oscars" der OWS 2018: Elias Höfer (Bild1von2)

Elias, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Gesellenprüfung, die Sie im Sommer als Kammersieger in Ihrem Beruf abgelegt haben. Welche Beweggründe hatten Sie vor drei Jahren, als Sie sich für die Ausbildung zum Maurer entschieden haben?
Wir hatten vor einiger Zeit als Familie ein Haus gekauft, an dem vieles zu renovieren war. Das Meiste haben wir in Eigenleistung gemacht. So kam ich das erste Mal mit dem Thema „Bau“ in Kontakt und schnell wurde mir klar, dass ich beruflich auch in diese Richtung gehen möchte. Daraufhin habe ich in zwei verschiedenen Betrieben ein Praktikum gemacht und mich schließlich beworben.
 
Obwohl Handwerker aktuell dringend gesucht werden, wollen viele Jugendliche keine Ausbildung in diesem Bereich machen. Welche Vorurteile sind Ihnen begegnet und wie haben Sie darauf reagiert?
Mit Vorurteilen hatte ich eigentlich nicht zu kämpfen. Eher mit Mitleid von Freunden oder der Familie, da ich bei jedem Wetter draußen bin und hart arbeiten muss. Allerdings wusste ich, worauf ich mich einlasse bevor ich die Ausbildung begonnen habe und denke, das gehört dazu.
 
Als Jahrgangsbester haben Sie und Ihr Ausbildungsbetrieb auch den Bildungs-Oscar der Oscar-Walcker-Schule erhalten. Für die Karl Köhler GmbH ist das bereits der vierte Oscar in den letzten Jahren. Welche Unterstützung haben Sie auf Ihrem Weg dahin erhalten?
Sehr positiv war der Lehrlingsbeauftragte als persönlicher Ansprechpartner in der Firma. An den konnte man sich mit Fragen und Problemen wenden. Das Unternehmen setzt auch finanzielle Anreize für gute schulische Leistungen. Das war sicher auch noch eine extra Motivation. Außerdem bietet das Unternehmen jedes Jahr ein Azubiwochenende an. Das Azubiwochenende ist eine Veranstaltung für alle Auszubildenden vom 1. - 3. Lehrjahr. Es findet einmal im Jahr statt. An dem Wochenende werden grundlegende Strukturen der Ausbildung und des Unternehmens besprochen. Außerdem gibt es immer verschiedene Aktivitäten, wie z.B. Wandern, Besuch eines Kletterparks oder Sommerrodeln. Des Weitern haben wir noch aktuelle Baustellen besichtigt. Mir haben die Wochenenden immer Spaß gemacht, vor allem, dass man mit den Kollegen etwas unternehmen konnte. Und es war immer lustig.

Immer öfter brechen Jugendliche ihre Ausbildung auch vorzeitig ab, weil sie unzufrieden sind. Welche Tipps haben Sie für junge Berufsanfänger – gerade in handwerklichen Berufen – wie man mit solchen Situationen umgehen kann?
Augen zu und durch! Ich glaube, es gibt immer wieder Phasen, wo die Ausbildung weniger Spaß macht, aber nach den drei Jahren kann man stolz sein die Ausbildung abgeschlossen zu haben. Die Arbeit kann zwar manchmal hart sein, doch geschenkt bekommt man nirgends etwas.
 
Gerade auch als Maurer haben Sie nun gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wie sehen Ihre Pläne für Ihre berufliche Zukunft aus?
Zuerst möchte ich etwas Berufserfahrung sammeln und arbeite daher zurzeit auf meinem Beruf. Zukünftig möchte ich mich allerdings definitiv weiterbilden. In welche Richtung das konkret geht, ob Meister, Techniker oder doch noch ein Studium, steht noch offen.

Mit einem Blick zurück: Hätten Sie sich im Hinblick auf Ihre Ausbildung manche Dinge im Nachhinein anders gewünscht, oder hätten Sie gerne etwas anders gemacht?
Im Großen und Ganzen nicht, natürlich gibt es Kleinigkeiten aber im Allgemeinen hat das so gepasst für mich.
 
Was Sie rund um Ihre Ausbildung sonst noch loswerden wollen:
Für jeden, der gerne handwerklich arbeitet und gerne draußen unterwegs ist, kann ich die Ausbildung zum Maurer nur empfehlen. Außerdem ist das Spektrum der Weiterbildungsmöglichkeiten sehr groß.

Elias, vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre ehrlichen Antworten. Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere Zukunft alles Gute!

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