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Immer einen Schritt voraus

Mit der Zusatzqualifikation Management im Handwerk (MiH) sich an der OWS entscheidende Vorteile im beruflichen Konkurrenzfeld verschaffen

Kaum jemand drückt freiwillig mehr die Schulbank als unbedingt notwendig. Doch wenn es um die berufliche Zukunft geht, macht man schon mal eine Ausnahme. Innungsobermeister Friedrich Braun und Tischler-Azubi Benjamin Friedl verraten im Interview, weshalb es sich ihrer Meinung nach lohnt das Zusatzangebot MiH der Oscar-Walcker-Schule zu nutzen.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 bietet die OWS erstmalig für die Schreiner/Tischler auch die Zusatzqualifikation Management-Assistent(in) im Handwerk, kurz MiH an. Dieses Angebot richtet sich speziell an Auszubildende mit Fachhochschul- oder allgemeiner Hochschulreife.


Herr Braun, in diesem Schuljahr bietet die Oscar-Walcker-Schule erstmals die Zusatzqualifikation „Management-Assistent(in) im Handwerk (MiH)“ an. Was erhoffen Sie als Innungsobermeister sich von diesem Angebot?

Friedrich Braun: Ich erhoffe mir vor allem, dass dadurch mehr junge Schülerinnen und Schüler an Gymnasien einen Zugang zum Handwerk finden und sie auch mit bestandenem Abitur – anstatt ein Studium zu beginnen – den Weg in einen handwerklichen Beruf einschlagen, da sie mit abgeschlossener Ausbildung direkt die Qualifikation für eine Führungsposition in kleineren und mittleren Unternehmen mitbringen.

Welche Erwartungen haben Betriebe an Auszubildende, die diese Zusatzqualifikation erwerben wollen?

Friedrich Braun: Die Auszubildenden sollten ein ganzheitliches und besonders auch wirtschaftliches Interesse am Unternehmen mitbringen, da ihre Aufgaben im Betrieb über das rein Handwerkliche hinausgehen werden.

Welche Aufgaben können von Mitarbeitern, die in ihrer Ausbildung die Zusatzqualifikation MiH erworben haben, in einem Betrieb übernommen werden?

Friedrich Braun: Diese Mitarbeiter können sehr gut im Bereich der Arbeitsvorbereitung eingesetzt werden und hier bestimmte Teilbereiche übernehmen. Dazu gehören zum Beispiel die Beschaffung von Materialien, das Führen von Kundengesprächen oder auch die Mitarbeiterführung. Ein weiteres Aufgabenfeld wären Teile der Nachkalkulation. So könnten Mitarbeiter mit der Zusatzqualifikation MiH beispielsweise Arbeitszeiten oder auch Aufschriebe kontrollieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind durchaus vielfältig.

Welche Vorteile bieten sich Betrieben durch das neue Zusatzangebot?

Friedrich Braun: Zum einen haben Betriebe damit die Möglichkeit der Arbeitsteilung. Durch die Übernahme bestimmter Aufgabenbereiche entlasten die Managementassistenten/innen die Firmenchefs oder Meister in den Betrieben. Auf der anderen Seite kann so durchaus auch die Vielseitigkeit eines Unternehmens dargestellt werden.

Können Sie zukünftigen Auszubildenden empfehlen, sich auf diesem Wege bereits während der Ausbildung beruflich weiterzubilden?

Friedrich Braun: Selbstverständlich. Allerdings muss ihnen auch bewusst sein, dass die Ausbildung mit der Zusatzqualifikation kein Selbstläufer ist. Niemand sollte nach dem Motto „Jetzt habe ich Abitur und das reicht für das bisschen Handwerk“ an die Sache herangehen. Das Zusatzangebot umfasst vor allem über die Allgemeinbildung hinaus gehende Fächer wie zum Beispiel Fachenglisch oder betriebswirtschaftliche Fächer, in denen am Ende auch eine Prüfung abgelegt werden muss. Ist die Ausbildung inklusive Zusatzqualifikation jedoch bestanden, stehen einem viele Türen offen.


Benjamin, Sie haben sich für eine Ausbildung zum Schreiner/Tischler mit der Zusatzqualifikation „Management-Assistent(in) im Handwerk“ entschieden. Was erwarten Sie sich von dieser zusätzlichen Qualifikation für Ihre berufliche Zukunft?

Benjamin Friedl: Ich will später den Meister machen und habe damit schon den dritten Teil der Meisterprüfung abgeschlossen.

Können Sie auch anderen Auszubildenden empfehlen, sich auf diesem Wege beruflich zu qualifizieren?

Benjamin Friedl: Absolut. Wer das Abitur hat, oder einen vergleichbaren Schulabschluss, sollte das Angebot auf jeden Fall in Anspruch nehmen und die Chance nutzen, schon während der Ausbildung einen Teil seiner Meisterprüfung abzuhaken.

MiH ist ja ein Zusatzangebot, das im Rahmen des Berufsschulunterrichts stattfindet. Was ist bei der Ausbildung mit MiH anders als ohne die Zusatzqualifikation?

Benjamin Friedl: Wir MiH-Schüler sind aufgrund unseres Abiturs vom Deutsch- und Gemeinschaftskunde-Unterricht befreit. Dafür haben wir das Fach MiH. Dabei lernen wir viel über Marketing und die sonstigen Aufgaben im Management. 

Wie sind Sie auf die Möglichkeit der neuen Zusatzqualifikation „MiH“ an der Oscar-Walcker-Schule aufmerksam geworden?

Benjamin Friedl: In meinem Ausbildungsbetrieb wurde es erwähnt, dass es so ein Angebot gibt. 

Vielen Dank an die Interviewpartner für Ihre Antworten. Der Dank richtet sich auch an Volker Sachse, der als Stellvertretender Obermeister an den Antworten beteiligt war.


Neben dem MiH, das im Musikinstrumentenbau schon seit vielen Jahren angeboten wird, bietet die OWS auch weitere Zusatzqualifikationen an, wie Kundenservice und Beratung (KSB), die ausbildungsbegleitende Fachhochschulreife, den europäischen Computerführerschein (ECDL) oder die Ausbildung zur CAD/CNC-Fachkraft Holztechnik. Nähere Infos und alle Anmeldevoraussetzungen sind auf unserer Homepage erhältlich.   


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