Erstellt von A. Döll-Schmitt

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Nie wieder ist jetzt: Ausstellung der Klasse TGU 11 zum Holocaust-Gedenktag

Mit einer eindrucksvollen Ausstellung im Hauptgang setzt die Klasse TGU 11 ein Zeichen gegen das Vergessen. Biografische Plakate, Stolpersteine und bewegende Kinderzeichnungen aus Auschwitz mahnen zum Gedenktag am 27. Januar dazu, Verantwortung für Menschlichkeit und Toleranz zu übernehmen.

Am 27. Januar wird weltweit der Holocaust-Gedenktag begangen – jener Tag, an dem im Jahr 1945 das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit wurde. Er erinnert an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Der Gedenktag mahnt uns bis heute, wachsam zu bleiben und Verantwortung für ein menschliches Miteinander zu übernehmen. 

Die Schülerinnen und Schüler der TGU11 haben zum diesjährigen Gedenktag eine eindrucksvolle Ausstellung im Hauptgang unserer Schule entwickelt. Sie widmet sich verschiedenen verfolgten Menschengruppen während des Nationalsozialismus: Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und politisch Verfolgte. Für jede dieser Gruppen entstand ein eigenes, sorgfältig gestaltetes Plakat, das historische Hintergründe und persönliche Schicksale sichtbar macht.
 

Besonders berührend sind die Stellwände mit Briefen und Kinderzeichnungen aus Auschwitz. Diese Dokumente vermitteln auf unmittelbare und oft erschütternde Weise, was es bedeutet hat, in diesem Lager zu leben – und wie wichtig es ist, diejenigen nicht zu vergessen, die keine Stimme mehr haben.
 

Auf dem Boden des Hauptgangs liegen zudem Stolpersteine, die an einzelne Opfer des Nationalsozialismus erinnern und ihnen symbolisch Namen und Würde zurückgeben. Die Ausstellung greift auch den eindringlichen Appell der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer auf, die viele Jahren an Schulen und in der Öffentlichkeit darüber gesprochen hat, was Menschlichkeit bedeutet. Ihr Vermächtnis lässt sich in zwei Worte fassen, die zugleich Mahnung und Hoffnung sind: „Seid Menschen.“
 

Diese Botschaft zieht sich wie ein stiller roter Faden durch die gesamte Präsentation: Die Plakate, die Kinderzeichnungen, die Briefe und die Stolpersteine erinnern uns da-ran, dass Geschichte immer aus einzelnen Menschen besteht. 
 

Die Ausstellung zeigt, wie wichtig Erinnerungskultur gerade heute ist: um zu verstehen, was Ausgrenzung und Hass anrichten können, und um bewusst eine Zukunft zu gestalten, die auf Respekt, Würde und Menschlichkeit basiert. Sie ist Teil eines umfassenden schulischen Konzeptes zur Förderung von Demokratie und Toleranz.
 


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