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Erstellt von N. Schuth

Musikinstrumentenbau

Neue Meisterinnen und Meister im Orgelbau feierlich verabschiedet

Sieben neue Meisterinnen und Meister im Orgelbau haben ihre Weiterbildung an der Oscar-Walcker-Schule erfolgreich abgeschlossen. Bei der feierlichen Verabschiedung präsentierten sie ihre ganz persönlichen Meisterstücke.

Zusätzliche Stühle mussten bereitgestellt werden, so groß war der Andrang, als am vergangenen Samstag an der Oscar-Walcker-Schule in Ludwigsburg die neuen Meisterinnen und Meister im Orgelbau feierlich verabschiedet wurden.

Zwei fordernde Jahre liegen hinter ihnen, in denen sie viel gelernt und gesehen haben und auch in schwierigen Phasen stets geduldig und kompetent von ihren Lehrkräften begleitet wurden. Dafür sprach Luca Sing stellvertretend für die Absolventen der Meisterschule seinen Dank aus.

"Man muss Kenntnis von Holz, Metall, Leder und Mechanik haben, damit am Schluss ein solches Instrument herauskommt", so beschreibt Michael Thalheimer, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses für Orgel- und Harmoniumbau, das umfassende Wissen, das sich die Meisterschüler in dieser Zeit angeeignet haben.

Dass ihnen das gelungen ist, davon können sich die Besucher der Veranstaltung in den Werkstätten der OWS selbst überzeugen: Sieben Meisterstücke, die die ganz persönliche Handschrift jeder einzelnen Meisterin und jedes einzelnen Meisters tragen.

"Damit haben sie etwas geschaffen, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist", wie Michael Thalheimer betont, "nämlich ein Instrument, das ohne Strom und Internet funktioniert".

Dass dies in diesem Zusammenhang nicht die einzige Besonderheit ist, darauf weist auch Jürgen Lutz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Orgelbaumeister, in seiner Ansprache hin. "Die Fähigkeit zum Orgelbau erwächst aus Generationen" und die "Meisterinnen und Meister sind Bewahrer eines bestehenden Kulturerbes!"

Auch Schulleiterin Sabine Haveneth ist sich dieser Aufgabe und der Bedeutung, die der Oscar-Walcker-Schule als einziger Berufsschule für angehende Orgelbauerinnen und Orgelbauer in Deutschland zukommt, bewusst: "Wir freuen uns darauf, dieses Wissen auch an die zukünftigen Instrumentenbauer in diesem besonderen Fach weitergeben zu können".


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