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Erstellt von J. Weigend

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Was ist Glück – Und darf man den Menschen zu seinem Glück zwingen?

Schüler der TGU11 der Oscar-Walcker-Schule beschäftigt sich mit der Frage nach dem Glück und nimmt erfolgreich am Bundes - und Landeswettbewerb Philosophischer Essay 2023 in Baden-Württemberg teil.

„Das Thema Glück und was dazu gehört glücklich zu sein hat mich irgendwie schon immer beschäftigt“ erzählt Giuliano Ditta, Schüler der TGU11 der OWS. Denn nicht immer hatte er das Gefühl glücklich sein zu können, das hat sich aber mittlerweile geändert. Geholfen dabei sich zu finden und Glück für sich definieren zu können hat sicherlich auch, dass er schon früh mit dem Schreiben begonnen hat. Im Alter von etwa neun Jahren schrieb er Tagebücher und Fantasiegeschichten, schrieb sich Dinge von der Seele, reflektierte und holte sich Feedback von seinem Umfeld. Daher fiel ihm auch das Schreiben des Essays nicht allzu schwer.

Wie aber kommt man auf die Idee im alltäglichen Schulstress an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen? Anlass war ein Projekt im Ethikunterricht der Lehrerin Christina Herrmann, die diesen Wettbewerb in der Klasse von Giuliano vorstellte. Sie ermutigte jede Schülerin und jeden Schüler dazu, sich mit einem philosophischen Thema auseinanderzusetzen. Drei der Schüleraufsätze wurden eingereicht, Giulianos Essay mit dem Titel „Darf man Menschen zu ihrem Glück zwingen?” wurde ausgezeichnet.

In seinem Essay geht Giuliano auf eine Dreiteilung des Glücks ein: da gebe es zu einem das Zufallsglück, also das Glück der Geburt oder Herkunft, welches man ja nicht selbst mitbestimmen könne, insofern sei es nicht erzwingbar. Des Weiteren sei da das so genannte innere Glück, das Glücksgefühl. Dieses entfalte sich in bestimmten Situationen auf verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung. Als dritten Faktor von Glück nennt der Schüler das äußere Glück, Erfolg und das was man sich erarbeitet.

Glück ist ein erstrebenswerter Zustand, ein Gefühl, das wir Menschen lieben, allerdings merkt Giuliano an, sollte es kein Dauerzustand sein, denn dann würde man das Glück ja gar nicht mehr als etwas Besonderes wahrnehmen und könnte in ein seelisches Tief fallen. Er kommt zu dem Schluss, dass Glück nicht erzwingbar ist und dass es negativ besetzt sein kann, nämlich dann, wenn man süchtig danach wird, aber auch positiv, weil es uns antreibt und Erfolge beschert. Giuliano kommt zu dem Fazit, dass wahres Glück dann empfunden werden kann, wenn man auch Unglück zulässt, weil man das Gefühl des Glücks, das vor allem vom Zufall abhängt, dann in seiner stärksten und reinsten Form empfinden kann.

Wir gratulieren Giuliano Ditta zu seinem großartigen Erfolg und wünschen ihm, dass er weiterhin so glücklich bleibt, wie er ist.


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